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Die Perspektive der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft

Gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Niedersachsen und dem Deutschen Institut für Urbanistik arbeitet der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen (vdw) im Projekt Sicherheit und Vielfalt im Quartier an Fragen zur urbanen Sicherheit und vertritt hierbei die Perspektive der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Für das Projekt Sicherheit und Vielfalt im Quartier und die zu untersuchenden Fragestellungen ist die Wohnungswirtschaft wichtiger Verantwortungsträger, da sie aktiv Wohnraum gestalten. Drei Themenfelder gilt es dabei zu betrachten:

  • Wohnungspolitik,
  • Wohnungswirtschaft und
  • Wohnraumversorgung.

Neben der Beantwortung von Fragen wie „Wer wohnt im Quartier?“, „Wie entwickeln sich die Mieten?“ und „Wie kann bedarfsgerechter Wohnraum für alle sichergestellt werden?“ werden im Teilvorhaben des vdw auch konkrete Sicherheitsaspekte beleuchtet. So stellt sich u. a. die Frage, wie bauliche und gestalterische Maßnahmen sowohl innerhalb von Wohnungen und Wohnhäusern als auch im Wohnumfeld (z. B. Grün- und Freiflächen) zu mehr Sicherheit beitragen können. Neben der Frage nach klassischen Schutzvorrichtungen vor Verbrechen sowie einer branchenspezifischen Sichtweise z. B. auf bautechnische oder mietrechtliche Belange umfasst der wohnungswirtschaftliche Sicherheitsbegriff auch eine sozialpolitische Perspektive. So setzt sich der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen e. V. gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen vor allem für den sozialen Wohnungsbau ein. Angesichts sinkender Sozialwohnungsbestände und steigender Angebotsmieten konkurrieren speziell Transferleistungsempfänger und -empfängerinnen und Flüchtlinge zunehmend um bezahlbaren Wohnraum. Hinzu kommen immer mehr Personen, die mit ihrem Einkommen zwar oberhalb gesetzlicher Fördergrenzen liegen, aber dennoch zu wenig verdienen, um sich auf dem Wohnungsmarkt angemessen versorgen zu können. An dieser Stelle setzt die sozialpolitische Perspektive des vdw und seiner Mitgliedsunternehmen an. Sicherheit ist eben mehr, als nur das Ausbleiben von Straftaten. Bereits die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für sämtliche Bevölkerungsschichten kann maßgeblich dazu beitragen, soziale Spannungen abzubauen, funktionierende Nachbarschaften aufzubauen und die Sicherheit im Quartier zu erhöhen. Ziel des vdw im Projekt Sicherheit und Vielfalt im Quartier ist es daher, eine umfassende Analyse der aktuellen und zukünftigen Wohnungsmarktsituation durchzuführen und die Entwicklungen mit sicherheitsrelevanten Fragestellungen zu verknüpfen.

 

 

Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen und Bremen

Heiner Pott, Staatssekretär a. D., Verbandsdirektor

Seit 2013 ist Heiner Pott Verbandsdirektor des vdw – Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen e. V. Zuvor wurde er im Jahr 2010 zum Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration berufen. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften hat er erste Berufserfahrungen als Rechtsanwalt in einer Lingener Kanzlei gesammelt. 1986 wurde Heiner Pott zum Dezernenten für Jugend, Soziales, Sport und Ordnung in der Stadt Lingen gewählt. 1990 erfolgten seine Wahl zum Stadtdirektor der Stadt Lingen und die Übernahme des Dezernats für Umwelt, Liegenschaften und Wirtschaftsförderung. 1994 wechselte er zur Stadt Münster und übernahm das Amt des Umweltdezernen­ten. Im Jahr 2000 wurde Heiner Pott zum ersten hauptamtlichen Oberbürgermeister der Stadt Lingen gewählt; das Amt des Oberbürgermeisters bekleidete er bis 2010. Daneben war er von 2009 bis 2010 Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages.    

 

Carsten Ens, Diplom-Ökonom und Journalist

Carsten Ens arbeitet seit 1997 für den vdw – Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen und Bremen und ist dort stellvertretender Verbandsdirektor. Er hat vor rund 20 Jahren damit begonnen, wohnungswirtschaftliche und kriminalpräventive Belange miteinander zu verzahnen. Das Projekt Sicherheit und Vielfalt im Quartier setzt nun eine Reihe von Projekten fort, die in diesem Zeitraum vom vdw initiiert bzw. aktiv begleitet wurden, darunter unter anderem die „Sicherheitspartnerschaft im Städtebau“. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Braunschweig und Hannover hat Carsten Ens bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung volontiert und war dort sechs Jahre als Redakteur tätig.  

 

Hiram Kahler, Diplom-Ingenieur und Architekt

Hiram Kahler ist seit 2017 als Referent für Planung und Technik beim vdw tätig. Er berät Wohnungsunternehmen in technischen und planerischen Fragen. Als zertifizierter Passivhausplaner bilden der Wohnungs- und Wohnhausneubau sowie deren Sanierung unter energetischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten einen wesentlichen Schwerpunkt seiner Arbeit. Nach einer Bauzeichnerlehre und dem anschließenden Architekturstudium an der Universität Hannover mit dem Schwerpunkt „Planen im Detail“ arbeitete er zunächst bei verschiedenen Bauträgern u.a. als Geschäftsführer, bevor er 2005 als freischaffender Architekt tätig wurde. 2012 wechselte er als Leiter der Planungs- und Ausführungsabteilung zu einem Bauträger der Wohnungswirtschaft.  

 

Annelie Küper, M.A.-Gerontologin

Annelie Küper besetzt seit Juni 2018 die Stelle der Projektreferentin, die seitens des vdw eigens für das Projekt Sicherheit und Vielfalt im Quartier geschaffen wurde. Parallel arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für das InWIS-Institut in Bochum. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt dort im Themenfeld „Demografie und Wohnen“, speziell in den Bereichen Quartiersforschung und Wohnen im Alter. Zuvor studierte sie Gerontologie an der Universität Vechta sowie – mit dem Schwerpunkt auf qualitativer Sozialforschung – an der Technischen Universität Dortmund.  

 

Sarah Leuninger, Volljuristin

Sarah Leuninger arbeitet seit 2016 als Referentin beim vdw – Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen und ist dort als Stabsstelle für übergreifende Aufgaben und für das Thema Quartiersentwicklung zuständig. Nach dem Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften an der Gottfried-Wilhelm-Leibniz Universität Hannover, forschte und lehrte sie dort am Lehrstuhl für Zivilrecht und Rechtsgeschichte. In dieser Zeit arbeitete sie u.a. an dem DFG-Projekt „Internationale Reformforderungen zum Familienrecht und Rechtskämpfe des Frauenweltbundes 1830-1914“ mit. 2016 schloss sie ihr Referendariat im OLG Bezirk Celle mit dem 2. Staatsexamen ab.    

 

 

Kontakt:
Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
in Niedersachsen und Bremen e. V.
Leibnizufer 19
30169 Hannover
E-Mail: divercity@vdw-online.de