DIVERCITY - Sicherheit und Vielfalt im Quartier
Startseite » Forschungsergebnisse » Methode der Freiraumanalyse

Methode der Freiraumanalyse

Eine differenzierte Freiraumanalyse unter Nutzungsaspekten dient der Erfassung baulich-räumlicher Merkmale, die das Sicherheitsempfinden beeinflussen können.

Eine differenzierte Freiraumanalyse unter Nutzungsaspekten dient der Erfassung baulich-räumlicher Merkmale, die das Sicherheitsempfinden beeinflussen können.

Das Unsicherheitsempfinden ist einerseits von der persönlichen und andererseits von der situativen Konstitution abhängig. Aspekte, die die situative Konstitution prägen, sind sowohl die Anwesenheit von Gruppen oder Personen als auch baulich–räumliche Merkmale. Nutzungsgruppen haben diverse Anforderungen an den von ihnen genutzten Freiraum und verhalten sich meist ihrer Gruppe entsprechend. Neben den sozialen Aushandlungsprozessen trägt auch die Angebotsvielfalt und Ausstattungsqualität eines öffentlichen Raumes zu einem friedlichen Mit- und Nebeneinander bei. 

Die qualitative Methode der städtebaulichen Freiraumanalyse zeigt funktionelle und strukturelle Aspekte eines vorher festgelegten Freiraumes auf und beschreibt ihre Nutzung. Der Analyse geht eine städtebauliche Bestandsaufnahme voraus, die im kleinräumigen Kontext im jeweiligen Gebiet erfolgt. Mit der städtebaulichen Bestandsaufnahme wird der bauliche Ist- Zustand des Raumes festgehalten. In der anschließenden Analyse wird der zu betrachtende Raum unter bestimmten Zielstellungen und Schwerpunktsetzungen in differenzierten Plänen aufgenommen und kartiert. 

Die Methode kann beispielsweise im Zuge von Stadterneuerungsprogrammen, Sanierungen oder der Erstellung von Integrierten Stadtentwicklungskonzepten eingesetzt werden und Planungsbüros oder Stadtplanungsämtern als auch Wohnungsunternehmen wichtige Hinweise für zukünftige Sanierungen oder Umgestaltungen im Gebiet liefern. 

 

Die städtebauliche Freiraumanalyse am Beispiel der Fallstudiengebiete

Die städtebauliche Analyse wurde in zwei verschiedenen Fallstudiengebieten in Bremen und Braunschweig durchgeführt und anhand von Plänen dargestellt. Die Methode ist auf andere Stadtgebiete übertragbar und dient der kleinräumigen Grundlagenerhebung diverser und sicherheitsrelevanter Aspekte im Städtebau. Sie verdeutlicht unter bestimmten Gesichtspunkten Potentiale und Defizite des Gebietes und kann für zukünftige Entwicklungen, eingesetzt werden. Im Folgenden werden die erstellten und abrufbaren Pläne einzeln innerhalb der Kategorien „räumlich funktional“, „räumlich strukturell“ und zusammenfassend unter „Potentiale und Defizite“ beschrieben.

 Freiraumanalyse unter räumlich funktionalen Aspekten

 Freiraumanalyse unter räumlich strukturellen Aspekten

Potentiale und Defizite als Ergebnis der Freiraumanalyse

Freiraumanalyse, Bestandsaufnahme, Potentiale und Defizite

 

Folgende Videosequenzen geben einen Einblick, wie bestehende Teilräume analysiert werden können um dem Ziel einem lebenswerten und sicheren Quartier näher zu kommen.

Raumanalyse in der Fallstudienstadt Braunschweig (Projekt DIVERCITY).

Quelle: Landeskriminalamt Niedersachsen, Kriminologische Forschung und Statistik (Hg.); Hannah Gruber, Sabine Rebe, Anke Schröder: Sicherheit und Vielfalt im Quartier – DIVERCITY. Freiraumanalyse, Bestandsaufnahme, Potentiale und Defizite. Hannover 2020.

Suchen und finden

Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
Kategorien
Forschungsergebnisse
Methoden und Vorgehen
Befragung
Begehung
Gute Beispiele
Fallstudien
Interviews
Dokumentenanalyse
Material
Aufsuchende Beteiligung
Städtebauliche Analysen
Wohnen und Nachbarschaft
Stadt
Stadtquartier
Wohnumfeld
Gebäude
Freiraum
Wohnungen
Nachbarschaft
Handeln und Verantwortung
Verantwortung
Management
Nutzung
Rechtlicher Rahmen
Technik
Kriminalität
Prozess
Präventionsebene
Ökonomie / Gemeinwohl
Akteure und Zuständigkeiten
Wohnungsunternehmen
Polizei
Nutzende BewohnerInnen
Kommunen
(Stadt)-planung
Ordnung
Zusammenarbeit
Zivilgesellschaftliche Unternehmen
Gender und Diversität
Alter
Herkunft
Geschlecht
Vulnerabilität
Kultur
Sozioökonomisch